Wie ein LaLuna-Ritualtuch entsteht

Ein Blick hinter die Kulissen lässt dich eintauchen in die besondere Magie der Herstellung der LaLuna-Ritualtücher. In 7 Schritten nehme ich dich mit in den intensiven Herstellungsprozess dieser Zaubertücher. Von den ersten Fragen bis zum Moment, wenn das Tuch in den Armen der Empfängerin liegt.
Es gibt keine zwei gleichen Tücher
Ein LaLuna-Ritualtuch beginnt lange vor Farbe und Stoff. Meist meldet sich eine Sehnsucht, ein Prozess. Ein Gefühl, das noch keine Worte hat. Manchmal kommt der Impuls von einer Frau. Manchmal entsteht er in mir. Und irgendwo zwischen den Welten beginnt das Tuch, sich zu entwickeln.
Wenn du spüren möchtest, ob ein Tuch bereits nach dir ruft, findest du hier die aktuellen LaLuna-Ritualtücher:

Schritt 1: Fragen beantworten
Jedes Tuch entsteht aus einer eigenen Energie. Aus Fragen. Die beantworte und erspüre ich entweder selbst, dann entstehen kleine Kollektionen von mindestens zwei Tüchern. Sie entstehen als kleine Familie. Ich nenne sie liebevoll Schwestern. Bei individuellen Bestellungen beantwortet die Kundin mir die Fragen schriftlich per Mail.


Schritt 2: Materialien vorbereiten
In den Wochen vor dem Bemalen des Tuches besorge ich das passende Tuch. Einige Tücher bestelle ich bei Herstellern meines Vertrauens, andere werden erst bemalt und dann von mir zugeschnitten um später von meiner Schneiderin weiterverarbeitet zu werden. Wichtig ist in der Planung der Herstellungszeitpunkt. Bestimmte Mondphasen und astrologische Konstellationen rufen meist ganz laut nach LaLuna-Ritualtüchern.
Bevor ich zu malen beginne, baue ich meine Utensilien auf. Ich benötige:
Einige der Tücher müssen gewaschen werden. Oft weiß ich das erst, wenn ich das Tuch in den Händen halte und die leichte Beschichtung des Stoffes spüre. Die meisten Textilien sind vorbehandelt. Die sogenannte „Appretur“ schützt u.a. vor Knittern und Motten. Sie veredelt die Oberfläche und gibt dem Stoff sein letztes Finish. Für die LaLuna-Ritualtücher ist sie allerdings hinderlich, da sie das Garn verschließt. Das Waschen entfernt die oberste Schicht dieser Appretur und macht das Gewebe aufnahmefähig für die Farbe.
Nach dem Waschen bügle ich es sorgfältig. Am einfachsten ist das, wenn es noch feucht ist. Je nach Qualität des Stoffes wird es so meist am einfachsten glatt. Je nach Design bügle ich noch eine Mittellinie ein für den Strich, der die Monde am Ende verbindet.


Zu Beginn entsteht ein Raum
Bevor Farbe den Stoff berührt, bereite ich den Raum. Ich räuchere. Entzünde eine Kerze. Wähle Musik – oder Stille. Ich lege Dinge dazu, die sich zeigen: Steine, Muscheln, kleine Symbole, manchmal Erinnerungen. Jedes Tuch braucht seine eigene Atmosphäre.
Ich glaube zutiefst, dass alles, was in diesem Moment geschieht, Teil des Tuches wird.

Schritt 3: Raum vorbereiten
Lange Zeit arbeitete ich am liebsten auf dem Boden – in dem Raum in unserer Wohnung, der die schönste, hellste und leichteste Energie trägt. Seit einiger Zeit bemale ich die Tücher in einem kleinen Atelier, dort können sie in Ruhe auch mehrere Tage liegen bleiben. Der Boden hat schon viele goldene und silberne Spuren. Je nach Dichte des Stoffes und Konsistenz der Farbe kann es nämlich sein, dass die Farbe durch das Tuch drückt. Ein Teil der Farbe ist dann auch auf der Rückseite des Tuches zu sehen.
Ganz wichtig – ich sorge für ein ungestörtes Zeitfenster, in dem ich mich ganz und gar meinen Händen, meinem Werk und dem Hier und Jetzt widmen kann. Jedes Ritualtuch hat es verdient auch im Herstellungsprozess seinen ganzen Raum einzunehmen. Nur so kann ich ihm lauschen und verstehen, wie es werden möchte. Ich bin davon überzeugt, dass alles, was im und um das Tuch geschieht von ihm aufgenommen wird.
Der gesamte Prozess des Malens geschieht intuitiv und in hoher Achtsamkeit und Wertschätzung dem Tuch und meiner Kundin gegenüber. Es erstaunt mich immer wieder, wie ich den Botschaften der Tücher folge, ohne zu wissen weshalb. Manche Tücher wollen ins Mondlicht, andere in die Sonne. Die Umgebung der Tücher mache ich mir beim Malen besonders hochschwingend und schön.


Schritt 4: Schablone ausrichten
Vor dem Malen breite ich das Tuch aus und streiche es mehrmals glatt. Im Finden der Mitte des Tuches verbinde ich mich mit meiner Mitte. Dann lege ich die Mondschablonen auf das Tuch und richte sie aus. Das mache ich zuerst nach Augenmaß und messe dann mit dem Maßband nach. Kein Tuch ist übrigens ganz symmetrisch. Deshalb geben alle Hersteller die Maße in ca.-Angaben an.
Die Schablonen helfen, dass die Monde die genau richtige Form haben und perfekt ausgerichtet sind. Die ersten Tücher malte ich mit selbst hergestellten Pappvorlagen und Frühstückstellern als Vollmond. Im Laufe der Jahre habe ich die Form und die Abstände weiterentwickelt. Professionelle Schablonen aus Metall – Unikate, die ich nach langer Materialsuche extra habe anfertigen lassen – sind im Moment großartige Helfer um gute Qualität zu gewährleisten.
Zwischen Präzision und Hingabe
Ja, es braucht Technik. Ruhige Hände. Genauigkeit. Geduld. Doch gleichzeitig braucht es etwas ganz anderes: Loslassen. Vertrauen. Spüren. Denn kein Tuch wird perfekt. Und genau darin liegt seine Schönheit. Jedes kleine Unregelmäßige macht es zu dem, was es ist: ein echtes Einzelstück.

Schritt 5: Malen
Dann nehme ich den Pinsel in die Hand. Und etwas verschiebt sich. Ich male nicht einfach. Ich höre. Manche Tücher sind leise. Andere erzählen sofort. Ich beginne oft mit dem Vollmond. Mit der Mitte. Mit Fülle. Und während ich male, entstehen Worte, Bilder, Impulse. Nicht geplant. Sondern empfangen.
Bevor ich beginne nehme ich mir die Zeit, in meine Hände zu spüren. Ich werde zu meinen Händen und lasse mein Sein durch sie ins Tuch fließen. Dann beginne ich die Textilfarbe aufzutragen. Beim Malen, Singen und Tun empfange ich Botschaften und vergesse hoffentlich nicht, sie zu notieren. Oft bin ich nämlich so Versunken im Tun, dass ich das vergesse und mich später nur an Bruchstücke erinnere. Seit Neuestem habe ich ein Notizbuch und einen Stift direkt bei mir am Tuch und notiere so schneller, wenn ein Impuls kommt. Es gibt stillere Tücher und solche, bei denen die Infos nur so sprudeln.
Mit dem dicken Pinsel male ich nun achtsam und bewusst den Vollmond aus. Meistens beginne ich mit der Mitte und verbinde mich mit den Qualitäten des vollen Mondes. Lade die Fülle und die Vollkommenheit ein. Es gibt aber auch Tücher, die möchten von außen nach innen bemalt werden, andere von links nach rechts oder von rechts nach links. Technisch ist es wichtig, keine Farbe unter die Schablone zu bringen. Ich male eher von außen nach innen, da die Textilfarbe sonst gerne unter den Rand drückt.
Wenn die groben Umrisse und die Monde ausgemalt sind geht es mit dem mittleren und dem feinen Pinsel ans exakte Ausmalen der Konturen. Die Kunst in dieser Phase ist es präzise zu arbeiten und mit hoher Konzentration, damit die Farbe nicht verläuft oder das Tuch Flecken bekommt und gleichzeitig weich und entspannt mit den Impulsen zu fließen und die Energien fein wahrzunehmen. Trotz aller Präzision bleibt jedes Tuch lebendig – und genau darin liegt ihre Einzigartigkeit.

Zeit wirkt mit
Ein LaLuna-Ritualtuch entsteht nicht in einem Moment. Es trocknet. Es ruht. Es wird gehalten. Manche wollen ins Sonnenlicht. Andere in die Nacht. Ich folge dem.

Schritt 6: Trocknen & Fixieren
Die Farbe muss mehrere Stunden trocknen. Die Herstellung eines LaLuna-Ritualtuchs dauert mehrere Tage. Erst, wenn die Mondphasen vollständig getrocknet sind, kann der Strich als Verbindung oder andere Ergänzungen aufgetragen werden. Nun darf das Tuch in aller Ruhe trocknen und nachwirken.
Jetzt fehlt nur noch das Fixieren der Textilfarbe durch sorgfältiges Bügeln von links. Hierbei wird die Farbe erhitzt um sie beständig und damit haltbar zu machen. Dabei mache ich auch eine Endkontrolle über Flecken und Unebenheiten. Abschließend reinige ich das Tuch energetisch und rolle es vorsichtig zusammen oder falte es. Je nach Format macht für die Reise mit der Post eher das eine oder das andere Sinn.


Der Übergang
Bevor ein Tuch sich auf den Weg macht, halte ich es noch einmal. Ich prüfe. Ich glätte. Ich reinige es energetisch. Und dann wird es verpackt. Mit einer persönlichen Botschaft. Mit einer Anleitung, wie du es willkommen heißen kannst. Denn eigentlich beginnt seine Reise erst dann. Bei dir.

Schritt 7: Verpackung & Versand
Je nachdem ob es sich um einen individuellen Kundinnenwunsch handelt oder eine kleine Kollektion, lege ich das Tuch in einen Versandkarton oder in meinen Fertige-Tücher-Schrank.
In jedes Paket, das sich auf die Reise macht, lege ich eine ausführliche Pflegeanleitung bei mit wertvollen Tipps, wie das LaLuna-Ritualtuch behandelt werden möchte. Zusätzlich lege ich eine Postkarte bei mit persönlicher Botschaft und Unterschrift. Nun ist das Tuch bereit für den Weg zur Post. Per Mail geht ein liebevoll ausgearbeitetes E-Book raus mit einem Vorschlag, wie das Tuch willkommen geheißen werden kann. Die Kundin kann sich so vorbereiten und sich noch mehr darauf freuen, dass ihr Tuch bald bei ihr sein wird. Wenn der Postbote dann das Paket überreicht freue ich mich über eine Rückmeldung, dass es gut angekommen ist und über Meinung und Bewertung.
Ich freue mich, wenn du mir mitteilst wie du dein Ritualtuch einsetzt! Schreibe dazu gerne einen Kommentar oder eine E-Mail und sende mir auch ein Foto von deinem Tuch im Einsatz. Möge die Mondkraft mehr und mehr gesehen, gehört und gelebt werden.


Wie Frauen ihre LaLuna-Ritualtücher nutzen
Ein LaLuna-Ritualtuch ist weit mehr als ein Deko-Objekt. Es wird Teil des Lebens. Es liegt im Zentrum eines Rituals oder begleitet durch einen Übergang. Es wird zum Ort für Wünsche, Gebete oder ein Platz, in dem man sich selbst wiederfinden kann.
Es erinnert jeden Tag daran, was wir verbunden sind. Mit uns selbst und dem großen Ganzen. Manche Frauen wissen sofort, welches ihres ist und was damit geschieht. Andere spüren erst einmal: Da ist etwas, das mich ruft.

Wer hier schreibt
Ich bin Nina Maria Doulgeris und begleite Menschen seit vielen Jahren in der Welt der Rituale.
In meiner Arbeit entstehen Rituale für Übergänge im Leben – für Geburt, Abschied, Neubeginn und viele andere Schwellenmomente. Rituale sind für mich keine starren Traditionen, sondern lebendige Räume, in denen Menschen Sinn, Verbindung und Bedeutung erfahren können.
Auf Ritualwelt teile ich Inspirationen, Gedanken und praktische Impulse rund um Rituale – für das heutige Leben, menschlich, offen und kreativ gestaltet. Wenn du tiefer in die Welt der Rituale eintauchen möchtest, sei herzlich willkommen.
In Liebe,
Nina
Kommentare meiner alten Homepage:
Super Sabine (Sabine Krink) 8/6/2019 02:04:30 am
Liebe Nina, das ist eine ganz wundervolle Erklärung! Danke dafür. Ich mag deinen Weg mit den Materialien und dem, was das Tuch „will“, so aufmerksam zu „gehen“.😊 Das inspiriert!
Herzensgruß ❤ Sabine
Birte 8/8/2019 02:15:59 pm
Liebe Nina,
ich habe ja schon eines Deiner wundervollen Tücher bei mir in der Praxis. Zu sehen, wie es entstanden ist und was alles mit hineinfließt in diese Tücher, lässt es mich noch einmal mit anderen Augen betrachten. Ich habe vorher schon gespürt, mit wie viel Liebe es entstanden ist. Durch Deine Beschreibung und die Videos wird es noch „greifbarer“.
Danke für diese Einblicke und herzliche Grüße! Birte
Manu 8/27/2019 07:41:35 pm
Oh, sooo tolle Tücher! Handarbeiten gehört so gar nicht zu meinen Stärken, deshalb LALUNA
Doris 9/10/2019 04:58:56 pm
Schon lange habe ich mich verliebt in deine wunderschönen Tücher. Ich befasse mich gerade auch sehr intensiv mit dem Frau-Sein und dem weiblichen Zyklus und da passen diese Tücher perfekt dazu.
Auf jeden Fall bewundere ich deine wundervolle, liebevolle Arbeit.
Claudia Svejkovsky
9/21/2019 04:11:15 pm
Liebe Nina, ein WUNDERvoller Blogartikel! Du hast das so super erklärt und alles so schön übersichtlich gestaltet – toll !!! Ich liebe Deine Tücher sehr, hab sie mir immer wieder angesehen Von Herzen alles, alles Liebe Claudia
Corinna 9/21/2019 08:53:58 pm
Liebe Nina, ich habe dein Video und deinen Artikel schon vor einer Weile gesehen und gelesen und war fasziniert von deiner Arbeit. Und fasziniert von deiner Liebe, mit der du das machst. Das was du ausstrahlst, manifestiert sich in deinen wunderschönen Tüchern und Läufern. Einfach großartig!
Herzlichst, Corinna
Ina 9/21/2019 09:04:43 pm
Wow was für eine tolle Idee und wunderschön geschrieben. Herzlichen Dank dafür! Liebe Grüße Ina
Kerstin 9/21/2019 09:39:20 pm
Liebe Nina, ein toller Artikel. Als Feng Shui Beraterin finde ich es besonders schön, dass du die Bedeutung der Raumenergie und der eigenen Aufmerksamkeit hervorhebst. Das spricht mir aus dem Herzen.
Borghild 9/23/2019 11:49:55 am
Danke für deine Arbeit. Alles Liebe für dich.💖 lichst Anjay Borghild
Belinda 9/23/2019 07:37:19 pm
Liebe Nina, dein Artikel, ist einfach nur MEGA! So wunderbar und genau und kurzweilig beschrieben! Ich bin nicht so sehr der Videofan, aber deine Videos hab ich alle bis zum Schluss geguckt. Sehr sympathisch und super authentisch! Ich hoffe auch bald, ein LunaTuch mein eigen nennen zu dürfen. Herzensgrüße an dich, Belinda
Ursula Fuchser 9/23/2019 09:12:01 pm
Liebe Nina
Ich habe deine La Luna Tuch schon mehr bewundert. So toll, wie du alles erklärst, deine Erfahrungen und Dein Wissen weiter gibst. Dieses Göttinnen La Luna Tuch ruft mich.
Herzens Dank❤
Anne 9/24/2019 09:00:03 pm
Oh, liebe Nina, so etwas Edles und Schönes – dein LaLuna-Tuch.💜 Danke, dass du uns an dem Herstellungsprozess teilhaben lässt mit all den liebevollen Details 🌚🌘 von Herzen Dank 🙏 und alles Liebe. Anne 💗


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